Raffinierter, auf Papier farbiger Stich im geschnitzten und vergoldeten Holzrahmen, durch Glas geschützt. Der Stich ist von einem Gemälde von Frans van Mieris (1635-1681) übernommen, das in den Uffizien aufbewahrt wird. Der holländische Maler schuf dieses Werk im Jahr 1675. Das Gemälde zeigt die Familie Miris oder Mieris, da man davon ausgeht, dass das Werk ein Selbstporträt des Malers selbst enthält, der zusammen mit seiner Familie dargestellt ist. Es handelt sich um eine Interieurszene, in der im Hintergrund Figuren zu sehen sind, während wir im Vordergrund zwei Figuren sehen, von denen eine der Maler und eine Dame - wahrscheinlich die Frau - zu sehen sind, die Laute spielen. Während eine sitzende Frau von einem Kind, wahrscheinlich dem Sohn des Malers, einen Kelch entgegennimmt. Die Kleidung der Figuren ist prächtig und besteht aus Satin, Samt und Pelz. Zu den Details der Szene gehören ein Cherub, der von der Decke hängt, die kartesische Darstellung der Architektur und das Vorhandensein eines kleinen Hundes auf den Beinen der Frau im Vordergrund, die dem Ganzen zusätzliche Raffinesse verleihen. Am unteren Rand des Stichs sind verschiedene Inschriften zu lesen, von links die Zuschreibung des Gemäldes, in der Mitte die Signatur des Urhebers des Stichs, d.h. "Lasinio del. e incise a colori l'anno 1784", d.h. "Lasinio zeichnete und stach". Der Stecher dieses Stiches ist in der Tat der berühmte Carlo Lasinio (1759-1838), der hauptsächlich in Florenz als Stecher, Museumsfachmann und Lehrer arbeitete und farbige Stiche mit überlappenden Platten anfertigte. Auf der rechten Seite steht schließlich "Labrelis impr.", was sich auf den Drucker bezieht. Es handelt sich um ein Werk von großem Geschmack und Raffinesse, das jedem Ambiente einen Hauch von Klasse und Antike verleihen kann. Florentiner Manufaktur aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (ca. 1784). Messungen: H x B x T gesamt 74 x 62 x 3,5 cm; H x B nur Werk 52 x 40,5 cm