Nicolas Auguste Laurens (Pontailler-sur-Saône, 1829-1908)
Frauen beim Pflücken von Blumen
Öl auf Leinwand, 56x45 cm
Signiert unten links "LAURENS"
Auf der Rückseite der Leinwand eine Inschrift mit der Adresse des Ateliers des Malers "Rue Coquillière n° 14"
Die Informationen, die wir über die frühe Phase der Ausbildung des aus Burgund stammenden Malers Nicolas Auguste Laurens besitzen, sind begrenzt; wir wissen jedoch, dass sein künstlerisches Debüt mit der nationalen Kunstausstellung von Dijon im Jahr 1858 zusammenfiel. Nachdem er sich 1859 dauerhaft in Paris niedergelassen hatte, frequentierte der Maler ab den frühen 1860er Jahren aktiv das Atelier von Thomas Couture (Senlis, 21. Dezember 1815 – Villiers-le-Bel, 30. März 1879), der von der französischen Aristokratie und dem Bürgertum der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besonders geschätzt wurde; von Couture lernte Laurens die Diktate des französischen Akademismus, der auf der sehr persönlichen und originellen Ausarbeitung der Modelle der alten italienischen Meister basierte – mit besonderem Bezug auf Tizian, Tintoretto und Veronese – und flämischen – wir denken nur an die unbestreitbaren Bezüge zur Produktion von Rubens und Van Dyck –. Laurens nimmt regelmäßig an den wichtigsten kulturellen Veranstaltungen und den renommiertesten Ausstellungen in Frankreich teil: Er ist nicht nur auf dem Salon de Paris vertreten, wo er hauptsächlich weibliche Akte oder Gemälde mit mythologischen Themen ausstellt, darunter Nocturne (1890), La chaine rompue (1902), A la source (1903), Sous le vieux saule (1904), Margarita (1905), Le frisson (1906), Nymphéa (1907), sondern auch auf einer Vielzahl anderer hochkarätiger Ausstellungen, darunter die von Lille (1866), Rouen (1906) und Le Havre (1902, 1905). Mehrere Gemälde des Künstlers befinden sich derzeit in einigen der renommiertesten französischen Museumseinrichtungen: Wir erinnern nur an L'Abandonnée im Musée de Beaux-Arts in Dijon und Le Chant im Musée des Beaux-Arts in Pau.
In diesem Gemälde sind Frauen unterschiedlichen Alters beim Pflücken von Blumen dargestellt: Die Chorszene wird von einem heiteren und blendenden Licht erhellt, und der allgemeine Ton der Komposition ist fröhlich. Das Werk zeigt Laurens' Fähigkeit, die von den Kritikern seiner Zeit bereits erwähnt wurde, die weibliche Figur darzustellen.