MAURICE HENRY
(Cambrai, 1907 ~ Mailand, 1984)
Formes Utiles, 1961
Öl auf Leinwand, cm 65x54
Signiert unten rechts: "Maurice Henry"
Ausstellungen: Galleria Borgonuovo, Mailand - Einzelausstellung von Maurice Henry 1971
Es gibt einen Satz, der einem oft in den Sinn kommt, wenn man über Maurice Henry (1907-1984) spricht. Und zwar der von André Breton aus dem Jahr 1946: «Die surrealistische Bildidee manifestiert sich in all ihrer ursprünglichen Frische weiterhin in Maurice Henry, wann immer er mir an einem noch verschlafenen Morgen die Neuheit einer seiner für die Zeitung angefertigten Zeichnungen bringt. Und dann bin ich glücklich und denke, dass wir mit seinen feinen Manieren die Welt verstanden haben: Ein großer, verschleierter Sonnenstrahl pudert sich in den Vorhängen ein.»
Bereits mit zwanzig Jahren war er einer der Gründer einer der vitalsten und geheimsten Vereinigungen unseres Jahrhunderts, «Le Gran Jeu» (1928-1930), und nahm 1929 an der ersten und einzigen Gruppenausstellung der Bewegung in der Pariser Galerie Bonaparte teil.
Er war einer der französischsten Maler überhaupt, machte aber ab 1968 Mailand zu seiner Heimat; Illustrator für Zeitungen, Zeichner, Bühnenbildner, Regisseur. Maurice Henry hatte Paris verlassen, um nach Mailand zu ziehen und sich ausschließlich der Malerei zu widmen.